A Filetta

Der Name „A Filetta“ verweist auf den Farn, der auf der Insel Korsika wächst. Die Pflanzen stehen als Symbol für das Gefühl der Verbundenheit des Korsen mit seiner Insel: es ist nahezu unmöglich, einen Farn zu verpflanzen ohne ihm Schaden zuzufügen.
Die Gründung
Oktober 1978, in der Balagne. Nach einer Begegnung mit Tumasgiu Nami ergreift Michel Frassati die Initiative, korsische Sänger zusammenzubringen. Das Ziel war, eine alt überlieferte Gesangstradition zu schützen, die dabei war, in Vergessenheit zu geraten: die Polyphonie.
Die Gruppe „A Filetta“ wird geboren. ‚A Ricossa’, ein Verein, der Familien von inhaftierten Nationalisten unterstützt, organisiert die Konzerte.
Pur
Unter der Führung von Jean-Claude Acquaviva singen A Filetta nun seit 30 Jahren eine Ode an Korsika. Traditionelle Einflüsse sind zahlreich, doch niemand kennt die wahre Herkunft dieser Gesänge. In der Art, die Polyphonie in ihrer pursten Form zu interpretieren, zeigt diese Gruppe, dass die Stimme für sich allein ein musikalisches Instrument ist. Und aus jedem Ton, den die Sänger ihrem Publikum darbieten und mit ihm teilen, ist ihre Liebe zu Korsika vernehmbar.
Wir stellen vor:

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Jean-Claude Acquaviva: |
Seconda (Mitbegründer von A Filetta ,1978) |
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Paul Giansily: |
Terza (Mitglied von A Filetta seit 1983) |
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Jean-Luc Geronimi: |
Seconda (Mitglied von A Filetta seit 1994) |
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Jean Sicurani: |
Bassu (Mitbegründer von A Filetta, 1978) |
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Maxime Vuillamier: |
Bassu (Mitglied von A Filetta seit 1989) |
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Ceccè Acquaviva: |
Bassu (Mitglied von A Filetta seit 2005) |
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A Terza Ausdruck der "Schönheit" |
der Sänger mit der höchsten Stimme |
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A Seconda, Ausdruck der "Weisheit" |
der Sänger, der die Melodie anstimmt und hält |
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U Bassu, Ausdruck der "Kraft" |
Der Sänger mit der tiefsten Stimme |
Bewegend
Wer sich die Mühe macht, Texte von A Filetta in Übersetzungen zu verfolgen, begreift, woher die Leidenschaft (und häufig auch der Schmerz) herrühren, die die Gesichter der Sänger widerspiegeln. Es gab viele Ungerechtigkeiten in der Geschichte der Insel Korsika. Zu diesem Thema singen sie, manchmal auch über die Liebe oder eine Blume am Hang eines Gebirges. Aber selbst ohne die Worte zu verstehen, wird der Zuhörer ergriffen, bis zum Schauer, der ihm den Rücken hinunter läuft. Die Musik von A Filetta kommt direkt aus dem Herzen und berührt das Herz.
Nichts Überflüssiges
Die Verbindung der sieben Sänger miteinander, mit der Musik und mit ihrer Heimaterde ist auch auf der Bühne offensichtlich und spürbar. Da ist nichts Überflüssiges. In schlichtes Schwarz gekleidet, eng beieinander stehend und einander haltend, tauschen sie ab und zu einen raschen Blick oder ein Lächeln. Immer das Ganze im Auge behaltend: die betörende Wirkung durch den Zusammenklang ihrer Stimmen.
1 + 1 = 3
Manchmal ist die Summe der Teile mehr als das Ganze. Das trifft genau zu bei der Zusammenarbeit von A Filetta und dem Filmmusik-Komponisten Bruno Coulais.
Bruno Coulais über A Filetta:
"Für mich ist A Filetta eine Gruppe, die das perfekte Gleichgewicht gefunden hat zwischen Traditionellem und Aktuellem, zwischen Kreation und Erbe, zwischen tief verankertem Ursprung und Offenheit für die Welt"
A Filetta über Bruno Coulais
"Er ist wie ein großer Bruder, dem du gerne behilflich sein möchtest, denn seine Musik ist heftig, weitherzig und ehrerbietig."
Für den Film "Don Juan" von Jacques Weber (1998) komponierte Bruno Coulais zehn Soundtracks für A Filetta.
Die Filme "Himalaya, l’enfance d’un chef/ ...die Kindheit eines Führers", "Le Libertin”, "Comme un aimant" oder “Le peuple Migrateur”/ "Nomaden der Lüfte" sind Ergebnisse des Zusammenwirkens von Bruno Coulais und A Filetta.
Zeitlos und neuartig
Mit dem Album Si di mè (2003) beweisen A Filetta wiederum, dass die Polyphonie nicht zeitgebunden ist, dass sie sogar neuartig sein kann. Begleitet von sechs Musikern entsteht ein überraschender Klang, der den Zuhörer zwischen Melancholie, Freude und Hoffnung schweben lässt.
Dreißig Jahre voller Leidenschaft
In den dreißig Jahren ihres Bestehens haben A Filetta hat viele Herzen erobert. Die Alben, Soundtracks und weitere Präsentationen folgen als Gesamtüberblick in der Biographie.